Marc Bijoux leitet das Geschäft von LOGEX im Vereinigten Königreich und in Irland und arbeitet an der Schnittstelle von Gesundheitsfinanzierung, Daten, Technologie und Beratung. Mit seiner langjährigen Erfahrung in der Zusammenarbeit mit NHS-Organisationen unterstützt er Gesundheitsdienstleister dabei, komplexe Daten in aussagekräftige Erkenntnisse zu verwandeln und so fundiertere Entscheidungen zu treffen. In diesem Interview berichtet er über seine Rolle, die aktuellen Herausforderungen des NHS und darüber, wie LOGEX Organisationen dabei unterstützt, das Potenzial ihrer Daten besser zu nutzen.
Können Sie uns etwas über Ihre Tätigkeit bei LOGEX erzählen?
Ich bin Country Lead für das Vereinigte Königreich und Irland bei LOGEX. In dieser Rolle verantworte ich die Bereitstellung unserer Produkte, Dienstleistungen und Beratungsangebote in der gesamten Region.
Dazu gehört die Unterstützung von NHS-Organisationen mit unserem Portfolio an Softwarelösungen ebenso wie die Leitung eines erfahrenen Beratungsteams mit umfassender Expertise in den Bereichen NHS-Finanzen, Kostenträgerrechnung und Datenanalyse. Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit besteht darin, Organisationen dabei zu unterstützen, ihre Daten besser zu verstehen, zu steuern und zu nutzen. So können sie Leistungs- und Produktionsvolumina planen, Ressourcen effizienter einsetzen und fundierte finanzielle Entscheidungen treffen, die ihre organisatorische Leistungsfähigkeit verbessern.
Auf welche Projekte oder Produkte konzentrieren Sie sich derzeit?
Einer unserer wichtigsten Schwerpunkte ist die Kostenträgerrechnung. LOGEX unterstützt NHS-Organisationen bei den nationalen Kostenmeldungsprozessen und kombiniert dabei moderne Softwarelösungen für die Kostenermittlung mit Managed Services und umfassender Beratungsexpertise. Im Gegensatz zu traditionellen Ansätzen, die häufig auf fragmentierten Werkzeugen und manuellen Prozessen basieren, führt unsere Plattform Kostendaten in einer zentralen Umgebung zusammen. Dadurch werden Transparenz und Effizienz erhöht und es wird einfacher, aus Kostendaten wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Kürzlich haben wir mehr als 50 Organisationen während eines nationalen Kostenmeldungszyklus begleitet und ihnen nicht nur bei der Erstellung der erforderlichen Ergebnisse geholfen, sondern auch dabei, einen größeren Nutzen aus ihren Kostendaten zu ziehen.
Ein weiterer spannender Entwicklungsschritt ist LOGEX Income. Aufbauend auf unseren bisherigen Möglichkeiten im Bereich Einkommens- und Erlösmonitoring bietet die neue Lösung erweiterte Analysemöglichkeiten, mehr Transparenz und eine intuitivere Benutzeroberfläche. Dadurch können Organisationen ihre Erlösströme besser verstehen und fundiertere finanzielle Entscheidungen treffen.
Welchen Mehrwert hat diese Arbeit für Gesundheitsorganisationen?
Gesundheitsorganisationen erzeugen enorme Mengen an Daten. Daten allein reichen jedoch nicht aus. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, diese Informationen in aussagekräftige Erkenntnisse zu überführen.
Unser Ziel bei LOGEX ist es, Daten sichtbar, verständlich und nutzbar zu machen. Wir helfen Organisationen dabei, eine zentrale und verlässliche Datenbasis zu schaffen, sodass Finanzteams, operative Führungskräfte, medizinische Fachkräfte und Entscheidungsträger auf derselben Informationsgrundlage arbeiten. Wenn ein Krankenhaus beispielsweise den Zusammenhang zwischen Leistungsvolumen, Kosten und Erlösen über verschiedene Leistungsbereiche hinweg klar erkennen kann, lassen sich Engpässe identifizieren, gezielte Verbesserungen umsetzen und zukünftige Entwicklungen besser planen. Wenn allen Beteiligten dieselben vertrauenswürdigen Informationen zur Verfügung stehen, wird es deutlich einfacher, die finanzielle und operative Leistung zu verbessern und gleichzeitig eine hochwertige Patientenversorgung zu unterstützen.
Was ist Ihr persönlicher Beitrag in diesem Prozess?
Ein zentraler Bestandteil meiner Rolle besteht darin, sicherzustellen, dass unsere Lösungen sowohl zur langfristigen Vision von LOGEX als auch zu den sich wandelnden Anforderungen unserer Kund*innen und des NHS passen.
Besonders wichtig ist mir dabei die Nähe zu unseren Kund*innen und Produkten. Obwohl ich auf Führungsebene arbeite, bin ich im Rahmen von Managed-Service-Projekten weiterhin direkt mit unseren Lösungen befasst. Diese praktische Einbindung hilft mir, Herausforderungen unserer Kund*innen aus erster Hand zu verstehen und die gewonnenen Erkenntnisse in die Weiterentwicklung unserer Produkte und Dienstleistungen einfließen zu lassen.
Mit welchen Teams und Stakeholdern arbeiten Sie am engsten zusammen?
Meine Rolle beinhaltet die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl unterschiedlicher Stakeholder.
Intern arbeite ich eng mit unserem Executive Leadership Team, Beraterinnen, Produktspezialistinnen und Technologieteams zusammen. Extern stehe ich regelmäßig im Austausch mit bestehenden und potenziellen NHS-Kund*innen sowie mit Führungskräften des Gesundheitswesens im Vereinigten Königreich und in Irland.
Diese kontinuierliche Zusammenarbeit stellt sicher, dass wir sowohl aktuelle als auch zukünftige Bedürfnisse unserer Kund*innen verstehen und unsere Produkt-Roadmap sowie unsere Dienstleistungen so weiterentwickeln können, dass sie den größtmöglichen Mehrwert schaffen.
Was sind aktuell die größten Herausforderungen in Ihrer Arbeit?
Eine der größten Herausforderungen für Gesundheitsorganisationen besteht heute darin, mit den enormen Datenmengen umzugehen, die ihnen zur Verfügung stehen.
Viele NHS-Organisationen werden mit Informationen aus unterschiedlichsten Systemen und Quellen konfrontiert. Daraus relevante Muster zu erkennen, aussagekräftige Erkenntnisse zu gewinnen und diese in konkrete Maßnahmen umzusetzen, ist oft schwierig.
Genau hier kann LOGEX einen wichtigen Beitrag leisten. Wir unterstützen Organisationen dabei, den Schritt von der reinen Berichterstattung und Analyse hin zu konkretem Handeln zu machen. Durch die Kombination belastbarer Daten mit fundierter NHS-Expertise helfen wir Gesundheitsdienstleistern dabei, Entscheidungen zu treffen, die sowohl die finanzielle als auch die operative Leistungsfähigkeit verbessern. Letztlich ermöglicht dies, mehr Patient*innen mit denselben Ressourcen zu versorgen, was insbesondere angesichts langer Wartelisten im Gesundheitswesen von großer Bedeutung ist.
Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit bei LOGEX besonders?
Das Gesundheitswesen befindet sich ständig im Wandel, insbesondere im Vereinigten Königreich. Strukturen, Prioritäten und Anforderungen des NHS verändern sich fortlaufend, sodass unsere Arbeit niemals statisch ist.
Ich schätze es sehr, in einem Umfeld zu arbeiten, das bereit ist, sich kontinuierlich an neue Anforderungen anzupassen und Innovationen voranzutreiben. Diese Agilität ist fest in der DNA von LOGEX verankert und sorgt dafür, dass es immer neue Herausforderungen und Lernmöglichkeiten gibt.
Mindestens genauso wichtig sind für mich die Menschen. Ich habe die Möglichkeit, mit talentierten Kolleg*innen nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern in ganz Europa zusammenzuarbeiten, darunter Teams in den Niederlanden, Deutschland, Schweden, Finnland und Spanien. Der Austausch von Erfahrungen aus unterschiedlichen Gesundheitssystemen ermöglicht es uns, voneinander zu lernen und erstklassige Lösungen für unsere Kundinnen zu entwickeln.
Mit Blick auf die Zukunft: Was motiviert Sie?
Am meisten motiviert es mich, zu sehen, wie Kund*innen Daten mit wachsendem Vertrauen nutzen, um Entscheidungen mit echter Wirkung zu treffen. Ob es darum geht, die finanzielle Nachhaltigkeit eines Versorgungsangebots besser zu verstehen, zukünftige Aktivitäten zu planen oder knappe Ressourcen effizienter einzusetzen – es ist besonders erfüllend zu wissen, dass unsere Arbeit zu konkreten Verbesserungen im Gesundheitswesen beiträgt.
Der NHS steht vor erheblichen finanziellen und operativen Herausforderungen. Dadurch ist eine fundierte Entscheidungsfindung heute wichtiger denn je. Organisationen dabei zu unterstützen, diese Herausforderungen mithilfe verlässlicher Informationen zu bewältigen, macht die Arbeit für mich interessant und sinnvoll.
Gleichzeitig besteht noch enormes Potenzial, Daten im Gesundheitswesen besser zu nutzen. Teil dieser Transformation zu sein und dazu beizutragen, dass datenbasierte Entscheidungen zur Normalität werden, ist für mich gleichermaßen anspruchsvoll wie erfüllend.