Weniger ist mehr: Wie der Verzicht auf unnötige Leistungen angemessene Versorgung stärkt

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February 2026
Weniger ist mehr: Wie der Verzicht auf unnötige Leistungen angemessene Versorgung stärkt
3:13

 

Wie der Verzicht auf unnötige Leistungen zu angemessener Versorgung führt 

Das niederländische Gesundheitswesen steht vor der Herausforderung, knappe Fachkräfte und begrenzte Ressourcen so wirkungsvoll wie möglich einzusetzen, um allen Patientinnen und Patienten eine hochwertige und angemessene Versorgung zu ermöglichen. Dies erfordert klare Entscheidungen – und den Mut, Leistungen abzubauen, die wenig oder keinen Mehrwert bieten.

Die niederländische Föderation der Fachärzt:innen und das ZE&GG‑Programm übernehmen dabei eine führende Rolle. Mit dem landesweiten Programm „Weniger ist mehr“ werden Leistungen, die keinen ausreichenden Nutzen stiften, verantwortungsvoll reduziert, entsprechende Empfehlungen in die Leitlinien aufgenommen, ihre Effekte evaluiert und die Leitlinien anschließend dauerhaft angepasst. Insgesamt wurden dreizehn Themenbereiche definiert, für die die De‑Implementierungsprozesse bereits laufen. Damit gewinnt die nationale Bewegung hin zu einer angemesseneren Versorgung deutlich an Fahrt. Beispiele hierfür sind der Verzicht auf Standardoperationen bei unkomplizierter Blinddarmentzündung sowie die Beendigung der lebenslangen Nachsorge bei Pankreaszysten mit geringem Risiko.
Das Reduzieren unnötiger Leistungen entlastet Patient:innen und schafft zusätzlich Kapazitäten und Ressourcen dort, wo sie am dringendsten benötigt werden.

Um in diesem Bereich gezielt Fortschritte zu erzielen, benötigen Krankenhäuser klare Einblicke: Wo stehen sie heute? Wie entwickeln sich Maßnahmen im Zeitverlauf? Und wie wirken sich Verbesserungsinitiativen auf Kosten, Erlöse, Kapazitäten und insbesondere auf die klinischen Ergebnisse der Patient:innen aus? Ebenso wichtig ist es, Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und bei Bedarf nachzusteuern.

LOGEX unterstützt diesen Prozess, indem die „Weniger ist mehr“-Themen schrittweise im Effizienzmonitor sichtbar gemacht werden. Acht der dreizehn Themen sind bereits verfügbar. Krankenhäuser erhalten dadurch Spiegelinformationen und Monitoring‑Funktionen, die helfen, Pläne in konkrete, messbare Verbesserungen zu überführen.

Zudem prüft LOGEX, wie die „Weniger ist mehr“-Themen in das Kapazitätsmodell integriert werden können – das zentrale Planungs‑ und Controlling‑Tool für medizinische Fachgruppen. Dadurch können Bemühungen zugunsten angemessener Versorgung in die Honorarsystematik medizinischer Fachgesellschaften einfließen, was die Transformation zusätzlich beschleunigt. Gleichzeitig werden die Auswirkungen von Initiativen auf die Kapazitäten messbar und die Abstimmung zwischen Strategie, Planung und Umsetzung weiter verbessert.

Auf diese Weise unterstützt LOGEX medizinische Fachgruppen nicht nur mit Spiegelinformationen und Monitoring, sondern auch mit Instrumenten, die den Transfer von Leitlinien in die klinische Praxis erleichtern. Die Integration der „Weniger ist mehr“-Themen in unsere Modelle zeigt, wie Daten genutzt werden können, um Fachkräfte bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen.

Damit fügt sich diese Initiative nahtlos in die Mission von LOGEX ein: Daten in bessere Versorgung zu übersetzen.

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