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Wenn Daten Klarheit schaffen
Ein Erfahrungsbericht von Susanne Hieronymi, OP-Managerin am Krankenhaus Nordwest Frankfurt
Über den Kunden
Der OP ist einer der komplexesten Bereiche eines Krankenhauses. Hier treffen medizinische Anforderungen, wirtschaftliche Ziele und begrenzte Ressourcen unmittelbar aufeinander. Umso wichtiger ist es, Entscheidungen auf einer belastbaren Datengrundlage zu treffen.
Im Krankenhaus Nordwest in Frankfurt begleitet die OP-Prozessanalytik von LOGEX die OP-Steuerung bereits seit vielen Jahren. Als Susanne Hieronymi 2019 die Rolle der hauptamtlichen OP-Managerin übernahm, war das System bereits etabliert. Die gelernte Krankenschwester, die seit 2001 im Krankenhaus Nordwest tätig ist und den Zentral-OP aus verschiedenen Führungspositionen kennt, begann unmittelbar damit, die vorhandenen Daten konsequent für das operative Management zu nutzen.
Die Herausforderung
Im Klinikalltag treffen regelmäßig unterschiedliche Einschätzungen aufeinander. Fachabteilungen melden zusätzlichen Kapazitätsbedarf an, Prozesse werden subjektiv bewertet, und die Wahrnehmung darüber, wo Engpässe entstehen, ist häufig unterschiedlich.
Für das OP-Management stellte sich daher die Frage, wie sich Diskussionen versachlichen und Entscheidungen objektivieren lassen. Denn nicht jede gefühlte Überlastung bedeutet automatisch, dass zusätzliche OP-Kapazitäten benötigt werden. Oft liegt der Schlüssel in einer genaueren Analyse der vorhandenen Ressourcen und ihrer tatsächlichen Nutzung.
Gleichzeitig mussten Daten so aufbereitet werden, dass sie für unterschiedliche Fragestellungen nutzbar sind – von der täglichen Steuerung über das interne Benchmarking bis hin zur strategischen Kapazitätsplanung für das Folgejahr.
Der Lösungsansatz
Seit 2019 nutzt Susanne Hieronymi die OP-Prozessanalytik von LOGEX als zentrale Grundlage für ihre Auswertungen und Berichte. Besonders die Kapazitätsplanung hat sich dabei zu einem wichtigen Steuerungsinstrument entwickelt.
Die Lösung macht sichtbar, welche Fachabteilungen ihre vorhandenen OP-Ressourcen ausschöpfen, wo noch freie Kapazitäten bestehen und an welchen Stellen zusätzlicher Bedarf tatsächlich gerechtfertigt ist. Denn wer nur auf die Schnitt-Naht-Zeit schaut, unterschätzt die tatsächliche Belegung eines Saals: Zwischen zwei Operationen liegt immer eine Wechselzeit, die in einer reinen Auslastungsbetrachtung leicht untergeht. Die Kapazitätsplanung rechnet sie deshalb automatisch mit ein – ein Unterschied, der aus Fr. Hieronymis Sicht den entscheidenden Blick auf die tatsächliche Auslastung ermöglicht.
Monatlich erstellt Hieronymi Auswertungen zur Gesamtauslastung des OPs. Ergänzend erhalten die Fachabteilungen quartalsweise detaillierte Reports zu Themen wie Auslastung, Pünktlichkeit des morgendlichen OP-Beginns, Prozesszeiten sowie Benchmarks für Wechsel- und Schnitt-Naht-Zeiten. Die Berichte gehen an alle Chefärztinnen und Chefärzte, an die Geschäftsführung, alle Oberärzt*innen, an die OP- und Anästhesiepflegeleitung sowie die Leitung des Controllings– bewusst als gemeinsame Grundlage für ein internes Benchmarking, bei dem jede Abteilung auch die Ergebnisse der anderen einsehen kann.
Besonders schätzt Fr. Hieronymi, wie schnell sich die Auswertungen an neue Fragestellungen anpassen lassen: ob einzelner Saal, einzelne Fachabteilung oder der gesamte OP-Bereich, ob kurzer oder langer Betrachtungszeitraum – mit wenigen Klicks lässt sich die passende Sicht zusammenstellen, egal ob für eine spontane Diskussion oder eine vorbereitete Argumentation.
Die Ergebnisse
Die Visualisierung von Kapazitäten und Prozesszeiten unterstützt dabei, Potenziale sichtbar zu machen. Unterschiede zwischen Fachabteilungen werden transparenter, Zusammenhänge leichter erkennbar und Verbesserungsmöglichkeiten schneller identifiziert. Gleichzeitig schafft das interne Benchmarking eine gemeinsame Basis für den Austausch zwischen den beteiligten Bereichen.
„Der größte Mehrwert liegt für mich darin, dass wir subjektive Wahrnehmungen durch objektive Daten ersetzen können. Das schafft Transparenz und macht Diskussionen über Kapazitäten und Prozesse deutlich sachlicher."
Susanne Hieronymi
OP-Managerin, Krankenhaus Nordwest
Das Fazit
Für Susanne Hieronymi lässt sich der Nutzen der OP-Prozessanalytik nicht in einer einzelnen Kennzahl belegen. Konkret messbar ist für sie aber die Qualität der Diskussionen: Wo früher subjektive Einschätzungen einzelner Fachabteilungen im Raum standen, lassen sich Aussagen zu Kapazität und Auslastung heute anhand von Daten direkt überprüfen.
Ihr Rat an andere Krankenhäuser: sich bewusst Zeit für die Einarbeitung zu nehmen, denn intuitiv wird das Tool erst, wenn man die Systematik dahinter verstanden hat. Und Zugriffsrechte klar zu regeln: In Frankfurt liegt die Erstellung eigener Auswertungen zentral bei der OP-Managerin, Chefärztinnen und Chefärzte erhalten Lesezugriff auf Wunsch auf ihre Abteilungen. Das sorgt dafür, dass alle Reports nach denselben Parametern erstellt werden – etwa bei der Frage, ob interdisziplinäre Wechsel mitgerechnet werden oder nicht – und dadurch über Abteilungen hinweg vergleichbar bleiben.
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