Wie viele Atemwegsinfektionen bleiben in Gesundheitsdaten verborgen?

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von LOGEX
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September 2026

Bei vielen Atemwegsinfektionen (Respiratory Tract Infections, RTIs), darunter RSV und Influenza, zeigen Patientinnen und Patienten häufig ähnliche Symptome und erhalten vergleichbare Behandlungen, die in der Regel zu guten klinischen Ergebnissen führen. Aus klinischer Sicht ist es daher nicht immer notwendig, bei jedem Patienten einen mikrobiologischen Erregernachweis durchzuführen.

Doch selbst wenn eine Testung erfolgt und ein bestimmter Erreger nachgewiesen wird, spiegelt sich diese Information nicht immer in der Diagnose wider, die in den Krankenhausdaten dokumentiert wird. Statt einer erregerspezifischen Diagnose wie RSV oder hMPV werden Patientinnen und Patienten häufig allgemeineren Diagnosekategorien wie Bronchiolitis, Pneumonie oder einer unteren Atemwegsinfektion (Lower Respiratory Tract Infection, LRTI) zugeordnet.

Warum ist das relevant? Viele Analysen von Gesundheitsdaten basieren auf ICD-10-Diagnosecodes, dem internationalen Standard zur Dokumentation von Diagnosen in Krankenhausdaten. Die ICD-10-Klassifikation umfasst sowohl allgemeine diagnostische Kategorien als auch erregerspezifische Codes für Infektionen wie RSV und Influenza. Werden laborbestätigte Erreger jedoch nicht konsequent in der Diagnosencodierung abgebildet, erfassen Analysen, die ausschließlich auf erregerspezifischen ICD-10-Codes basieren, möglicherweise nur einen Teil der tatsächlichen Fälle. Dadurch kann die Krankheitslast einzelner Atemwegserreger erheblich unterschätzt werden.

Um ein vollständigeres Bild zu erhalten, müssen Diagnosedaten mit weiteren klinischen Informationsquellen verknüpft werden. Werden mikrobiologische Befunde, klinische Daten und langfristige Behandlungsergebnisse gemeinsam analysiert, können daraus belastbare Real-World-Evidenz (RWE) zur tatsächlichen Krankheitslast von Atemwegsinfektionen gewonnen werden. Solche Analysen helfen dabei, besonders vulnerable Patientengruppen zu identifizieren, die langfristigen Folgen von Infektionen besser zu verstehen und die Wirksamkeit von Impf- und Immunisierungsstrategien zu bewerten.

Genau diese Art von Real-World-Evidenz wird durch das LOGEX RTI Healthcare Observatory ermöglicht. Durch die Verknüpfung mikrobiologischer und klinischer Daten aus Krankenhäusern in ganz Europa trägt das Observatorium dazu bei, die tatsächliche Krankheitslast von RTIs sichtbar zu machen. Damit unterstützt es Forschungseinrichtungen, Gesundheitsorganisationen und Entscheidungsträger im Bereich der öffentlichen Gesundheit dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen und die Patientenversorgung weiter zu verbessern.

👉 Erfahren Sie mehr über das LOGEX Healthcare Observatory auf unserer Website.

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